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    Soll erneut Kinobesucher erwärmen: „Das kalte Herz“

    Am 20. Oktober war Kinostart für eine besondere Babelsberger Produktion. Denn das Hauff-Märchen „Das kalte Herz“ wurde nach 1950 nun zum zweiten Mal fürs Kino verfilmt. Damals wie heute steht im Mittelpunkt der Geschichte der junge Peter, der aus Liebe zu der schönen Lisbeth sein Herz verkauft und so schnell zu Reichtum und Ansehen kommt. Doch das gekaufte Glück ist nur von kurzer Dauer. Damals wie heute wird der Zuschauer in eine archaische Welt entführt, in der die Menschen noch an Geister glauben.

    Das Filmteam um Regisseur Johannes Naber erschuf aktuell eine eigene Welt mit einem außergewöhnlichen Look – ohne historisch korrekt sein zu wollen. Gedreht wurde zum Großteil in Baden-Württemberg, aber auch in Sachsen, Nordrhein-Westfalen und natürlich in Berlin/Brandenburg. Ein Teil des Drehs fand direkt im Studio Babelsberg statt, wo bereits die 1950er DEFA-Verfilmung von Paul Verhoeven mit Erwin Geschonneck als Holländer-Michel entstanden ist. Im Studio wurde das „Dorf Gutach“ als ein zentrales Außenmotiv auf dem Neuen Filmgelände von Studio Babelsberg aufwendig errichtet. Etwa 40 Handwerker vom studioeigenen Art Department waren zwei Monate mit dem Bau der Kulissen beschäftigt und gestalteten ein ganzes Dorf mit Straßenzügen, Wirtshaus und Marktplatz. Vor der Kamera standen u.a. Frederick Lau, Henriette Confurius, David Schütter, Moritz Bleibtreu und Milan Peschel.

    VISION KINO, das Netzwerk für Film- und Medienkompetenz, und der Weltkino Filmverleih haben zum Kinostart ein umfangreiches pädagogisches Begleitmaterial veröffentlicht. Im Unterricht kann der Film gewinnbringend im Kontext fantastischer Literatur oder als Beispiel für Literaturverfilmungen eingesetzt werden. Die sorgfältige Aufarbeitung des historischen Szenarios und der ökonomisch-sozialen Konflikte bietet Anschauungsmaterial u.a. für die gesellschaftskundlichen Fächer ab Klassenstufe 7.

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